USA: Keine Transplantate für Cannabispatienten
Der 56jährige Timothy Garon aus Seattle (Washington) wurde am 01.05.2008 Opfer der äußerst fragwürdigen Transplantationspolitik des "Komitee der medizinischen Kliniken der Universität von Washington".
Dieses lehnte es ab, den Musiker auf die Warteliste für ein lebensrettendes Lebertransplantat zu setzen, weil er von seinem Arzt verordnetes Marihuana konsumiere. Das Komitee forderte Garon ultimativ dazu auf, ein zweimonatiges Entzugsprogramm zu durchlaufen, bevor er für die Transplantationswarteliste in Frage komme. Timothy Garon verweigerte dies, weil er das Cannabis als Medikament gegen Übelkeitsattacken, Bauchschmerzen und zur Appetitsteigerung benötige.
Nach dem Tot Garons zeigte sich sein behandelnder Arzt erschüttert über die Entscheidung der Krankenhausgremiums. Wenn er gewusst hätte, dass dies eine Transplantation unmöglich mache, hätte er seinem Patienten nicht zur Cannabistherapie geraten.
In den USA überlässt es die Bundesorganisation für Transplantationsmedizin (UNOS United Network for Organ Sharing) den Krankenhäusern, über die Transplantationsrichtlinien zu entscheiden. Einheitliche Regeln gibt es im Gegensatz zu Deutschland nicht.
Wie viele Cannabisnutzer schon durch Transplantatverweigerung zu Tode kamen, lässt sich nicht abschätzen. Es gibt schlicht keine solche Statistik.
Artikel des Hanf Journals "Lebertransplantation verweigert und gestorben" http://www.hanfjournal.de/hajo....08_medicalnews02.php